Der moderne Kandidat.

Aktualisiert: 25. Dez 2018



Erinnern wir uns zurück an unseren letzten Kauf auf Ebay. Wie haben Sie sich unter den unzähligen Anbieter entschieden? War der Preis ausschlaggebend oder doch eher die Bewertung aus der Community, die ihre Erfahrungen mit dem Produkt oder dem Verkäufer geteilt haben?


Wir befinden uns in einer Zeit, die es uns nicht mehr erlaubt, die Qualität von Produkten als selbstverständlich hinzunehmen. Wir recherchieren und hören uns um, was andere Käufer berichten, unabhängig davon, ob wir sie kennen oder etwas gemeinsam haben. Wir lieben es zu kaufen, aber wir kaufen zu unseren Bedingungen ein.



Self-service im Rekruting


Bewerber wenden den Prozess eines Produktkaufes ebenso bei der Auswahl ihres nächsten Arbeitgebers an.


Unser Kaufverhalten spiegelt sich in unserer Entscheidung, wer unser nächster Arbeitgeber sein wird. So müssen Unternehmen mit Hilfe ihrer Marke und Produkte es schaffen, mit uns auf einer persönlichen und nahen Ebene zu begegnen. Es liegt in der Hand eines jeden Unternehmens uns emotional abzuholen und eine Beziehung zu Ihnen aufzubauen.

Was bedeutet das für sie?


Ein Kandidat besucht nicht ihre Karriereseite mit dem Gedanken sich zu bewerben. Es steckt noch mehr dahinter. Bewerber brauchen Anreize bis sie ihre Entscheidung treffen können, sich für einen neuen Arbeitgeber zu entscheiden.


Ihr Ziel muss es sein, eine Interaktion zwischen ihrem potentiellen Bewerber und Unternehmen zu schaffen. Schwierig wird es für sie, weil sich die Position der geändert hat. Sie sehen sich selbst nicht mehr als Bewerber an, sondern als eine Art Kunde, die ein Unternehmen mit größtem Eifer für sich gewinnen soll.


Ihre künftigen Talente können sie mit verschiedenen Inhalten erreichen. Dafür kann es manch einem genügen einen Tweet von ihnen zu lesen oder ein Video auf ihrer Website zu entdecken und sie als Unternehmen kennen zu lernen.


Diese Interaktion herzustellen ist für die meisten eine große Herausforderung. Es müssen Inhalte sein, die das Unternehmen aus ihrer „privaten“ Seite zeigt. Ihr Unternehmen muss sich durch seine Vorzüge hervorheben, ihre Unternehmenskultur klar kommunizieren, um ihrem Bewerber eine Basis zu schaffen, eins mit ihnen zu werden.


Eine Art Self Service hat sich im Rekrutierungsprozess etablier. Bewerber bilden sich ihr eigenes Urteil über ihr Unternehmen. Welche Informationen können sie durch eine gezielte Strategie selbst bestimmen. Ihr Äußeres Erscheinungsbild muss jeden Tag auf ihrer Agenda sein. Es ist eine tägliche Herausforderung einen positiven Eindruck zu hinterlassen und weiter auszubauen. Erlauben sie sich keine Fehler, gestalten sie diesen Prozess mit großer Sorgfalt. Talente vergeben keine Fehltritte.


Dieser Trend ist insbesondere bei der jüngeren Generation zu finden. Bei Bewerbern, die nicht nur kurz einen Blick hinter die Kulisse werfen wollen, sondern sich viel mehr zum Kern graben. Sie suchen nach realen Ereignissen, Beispielen in ihrem Unternehmen, um zu sehen, in wieweit es zu ihrer Lebenssituation, Wünschen und Zielen passt.



Längere Entscheidungsphasen

Es liegt offen auf der Hand, dass Bewerber, die sich intensiver mit einem Unternehmen befassen, in einem längeren Entscheidungsprozess befinden. Das stellt für Unternehmen keinen Nachteil dar, im Gegenteil wirkt es sich positiv auf die Qualität der Bewerber aus. Je länger sich ein Bewerber mit ihrem Unternehmen auseinandersetzt, desto besser werden die Chancen stehen, eine Einstellung zu bewirken.


Sie fragen sich, warum sich das positiv auf Sie auswirkt?


Der Bewerber hat Zeit sich selbst weiter zu qualifizieren. Sie fangen an, ihr Unternehmen und ihre Kultur zu verstehen, die Position und die Anforderungen zu verstehen und auf ihre eigene Persönlichkeit zu übertragen. Ist der Wunsch da, sie als Arbeitgeber zu gewinnen, werden sie sich ihren Anforderungen nach entwickeln.


Ihr Eindruck beim BEwerber


Investieren sie in ihr Employeer Branding, das in einer Zeit, wo sich die meisten Kandidaten in einem Stadium des Self Services aufhalten. Stellen sie reichlich Informationen zur Verfügung, lassen sie ihren Bewerbern die Zeit, sie kennenzulernen. Bemühen sie sich jeden Tag aufs neue als Arbeitgeber zu glänzen. Es reicht nicht nur bei den potentiellen Bewerbern Maßnahmen zu treffen. Bauen sie eine Arbeitsumgebung auf, indem ihre Mitarbeiter glücklich und zufrieden sind. Sie sind Teil ihrer Marke. Ihre Erfahrungen in ihrem Unternehmen haben Einfluss über ihre Erscheinung bei ihren neuen Kandidaten. Andernfalls werden sie den War for Talents verlieren.


Es ist an der Zeit für sie, umzudenken. Sie müssen ihre Strategie an den modernen Kandidaten anpassen. Die Zeit, wo freie Stellen schnell mal besetzt werden sollten, gehört der Vergangenheit an. Es ist eine Herausforderung im hart umkämpften Markt für Toptalente, sich als Top Arbeitgeber zu profilieren.


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